Altersmischung

Altersmischung
Altersmischung

Das Konzept ist nicht neu, sah u. a. schon Maria Montessori (*1870 – †1952) in der Altersmischung die soziale Gemeinschaftserziehung am besten verwirklicht. Auch für uns ist es die natürlichste, einer Familie ähnlichste Form der Betreuung. Im Clausthaler Zwergennest betreuen wir in diesem Sinne Kinder von 0-5 Jahren. Es ist eine sogenannte „kleine“ Altersmischung. Wir haben keine starre Gruppeneinteilung, denn wir fördern die Kinder altersdifferenziert.  Das ist überschaubarer, für die Kinder stressfreier und mit weniger Konfliktpotential verbunden. Wir leben dieses Konzept und können somit auch die Prozessqualität hoch halten. Wir nehmen sensibel jedes Kind entsprechend seines Entwicklungsstandes wahr.

Für die Neuankömmlinge auf dieser Welt sind soziale Interaktionen mit anderen Personen von herausragender Bedeutung. Sie fördern die sozioemotionale und kognitive Entwicklung (Piaget), als  Basis für Intelligenz und psychosoziale Gesundheit. Es bedeutet einfach, dass die Kinder lernen sich an ihr soziales Umfeld anzupassen.

Laut Maria Montessori entwickeln sich Kinder (z.B. aus drei aufeinander folgenden Jahrgängen) in altersgemischten Gruppen schneller. Die älteren Kinder leben Sozialverhalten vor und vermitteln den kleinen die Regeln des Miteinanders. Sie helfen den jüngeren Kindern, Tätigkeiten auf dem nächst höheren Entwicklungsniveau durchzuführen. Größere Kinder erlangen dadurch Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Kleine Kinder versuchen beim Spiel mit den größeren mitzuhalten, wodurch die motorische Entwicklung der jüngeren gefördert wird. Ebenfalls in der verbalen und nonverbalen Kommunikation profitieren die jüngeren von den älteren Kindern. Dabei wirkt sich die geringere Komplexität der Kommunikation fördernd auf verstehen und umsetzen der Inhalte aus.

Wir empfinden die Altersmischung als Chance für die Kinder und wollen nicht, dass sie unterfordert sind. Deshalb achten wir schon bei der Aufnahme und im späteren Entwicklungsverlauf auf Peers (gleichaltrige oder ebenbürtige Kinder). Bei einer Unterforderung oder bei fehlenden Spielpartnern suchen wir das Gespräch mit Ihnen als Eltern. Gemeinsam müssen wir dann Lösungen im Sinne des Kindswohl finden.